Mittwoch, 8. Februar 2012

last but not least...

Das Semester ist vorbei und somit auch der Kurs eTeaching Skills. Ich möchte mir hier nun die Zeit nehmen, um meine Eindrücke aus dem Kurs zu reflektieren.
Entschieden habe ich mich für den Kurs, da ich die Studienergänzung Medienpass Lehramt machen möchte. Warum? Ich finde einfach als moderner Lehrer sollte man sich auch für die Interessen der S/S interessieren und diese nutzen. Da wir nun mal in dem Zeitalter von Hightech, Computern, Sozialen Netzwerken und einem jederzeit möglichen Internetzugriff leben sollten Lehrpersonen damit umgehen können und Dienste, die für die Vermittlung von Wissen und Kompetenzen nützlich sind, auch gezielt einsetzen können.
Daraus resultiert auch meine Erwartung an den Kurs: Wie kann ich mit dem Internet, mit Web 2.0 Unterricht gestalten? Ich kann schon mal vorweg schicken, dass diese Erwartung schon sehr gut erfüllt worden ist.
Bevor ich jedoch auf das Unterrichten näher eingehen möchte, versuche ich die Bedeutung dieses Kurses für vielleicht alle angehenden Lehrpersonen aufzuzeigen.
Im Zuge der Einheiten haben wir uns sehr intensiv mit den Rechten zur Nutzung von Inhalten im Internet beschäftigt. Dabei habe ich sehr viel gelernt, wie und wann man Bilder, Videos und alle anderen Inhalte verwenden kann und darf. Ich war doch überrascht wie komplex dieses Thema eigentlich ist, einen ungefähren Durchblick hat man durch den Kurs bekommen, wie genau die rechtliche Lage ist, weiß wohl aber niemand ganz genau ;-). Es gibt einige Möglichkeiten, wie man ganz legal an Inhalte im Internet kommt und dies finde ich besonders wichtig zu wissen. Auf flickr.com kann man zB sehr viele Bilder zu den unterschiedlichsten Themen finden und verwenden, da man bei der Suchfunktion eine Einstellung wählen kann, die nur Bilder als Suchergebnis liefert die frei verwendet werden dürfen.
Besonders geholfen hat mir auch die Information über die CreativeCommonsLizenz, die übrigens auch für diesen Blog gilt. Dabei können die Inhalte der Seiten weiter verwendet werden. Einschränkungen gibt es natürlich auch, wie etwa, dass man immer die Quelle angeben muss. Diese Informationen sind für alle Lehrpersonen wichtig, da wir auch als Vorbild für die S/S (oder andere Lernende) fungieren sollten. Das Web wird sich außerdem sicherlich sehr schnell weiterentwickeln und die Lage dadurch noch unübersichtlicher werden. Wenn wir junge Menschen dann dazu erziehen, Quellen anzugeben und grundlegende rechtliche Vorschriften einzuhalten, können diese sicher besser mit dem Web umgehen als solche die dies nicht gelernt haben.
Ich konnte viele Hinweise aus dem rechtlichen Bereich für den Umgang mit dem Internet für mich mitnehmen, die mir nun nutzen. Mein Ziel wird auf jeden Fall sein, diese "Gesetze" weiterzugeben.

Wie kann man jetzt mit dem Web unterrichten? Ich muss zugeben, ich war skeptisch. Gibt es wirklich so viele Möglichkeiten, eigentlich kennen wir ja eh schon alles? Blackboard zB, die Lernplattform der Uni oder einfach Arbeitsaufträge in der Schule verteilen und mit Hilfe des Internets die Informationen raussuchen. ABER: Da geht noch mehr! Blackboard hat sich eigentlich als ziemlich umständlich und auch irgendwie fad herausgestellt. Wir haben im Zuge des Kurses eine eigene Lernplattform benutzt, eine mit Social Web Funktionen: friendfeed.com! Dort wurde einfach eine geschlossene Gruppe für die Mitglieder des Kurses erstellt. Vorteile? Inhalte aus dem Netz konnten einfach mittels Link eingebettet werden, die Beiträge kommentiert und durch einfaches Anklicken angesehen werden. Dadurch kam eine ganze Sammlung zu unterschiedlichsten Themen zusammen, die sehr nützlich ist. Diese Idee nutzt übrigens auch unsere Lernplattform für den Geschichtsunterricht.
Besonders cool ist, dass die Beiträge aus anderen Diensten automatisch in der FriendFeed Gruppe angezeigt werden.
Wikispaces.com bietet S/S die Möglichkeit eigene kleine Homepages zu bestimmten Themen zu erstellen. Wir haben während des Kurses etwa ein Tutorial für Google Docs als Wiki erstellt. Geht einfach und kann schnell an andere vermittelt werden.
Box.net hat sich als "besser" als Dropbox herausgestellt und wird von mir sicher weiterhin intensiv genutzt werden.
Twitter? Naja, über Twitter kann man wahrscheinlich streiten. Kann man damit wirklich unterrichten? Dazu muss ich jetzt eigentlich noch nein sagen, andere Dienste wie eben FriendFeed oder Blogger finde ich da besser. Aber der Vorteil von Twitter, nicht nur für die Schule sondern auch für mich ist, dass man viele Informationen ganz aktuell von verschiedenen Medien bekommt. Man kann dadurch zwischen den Medien verlgeichen, wie Themen behandelt oder beschrieben werden. Vielleicht könnte das eine Möglichkeit für den Einsatz im Unterricht sein, Medienbeiträge vergleichen und so Prioritäten herausfinden?
Wenn man FriendFeed als Lernplattform nutzen kann, dann sicherlich auch Facebook. Viel wurde über Facebook diskutiert. Wichtig für uns alle im Kurs war: Aufklärung! Da stimme auch ich zu, der richtige Umgang mit diesen Diensten ist besonders wichtig, muss daher in der Schule oder vielleicht noch besser zu Hause erlernt werden.
Blogger.com, dazu muss ich wohl nicht viel schreiben. Ich bin begeistert davon! Das Erstellen der Lernplattform war wirklich nicht schwierig und man kann so viele Veränderungen durchführen, die Seite ganz persönlich gestalten. Dies wird sicherlich nicht mein letzter Blog bleiben!
Auch sehr gut für den Unterricht einsetzbar ist das kollaborative Schreiben. Dies ist mit sehr vielen Diensten möglich, wie etwa etherpad, ietherpad, piratenpad aber auch mit Google Docs. Google, auch ein viel diskutierter Dienst. Was habe ich über Google gelernt? Eigentlich spitze, da Google sehr sehr viele Dienste in sich vereint und man immer nur ein Passwort und einen Benutzernamen braucht. Email, Kalender, Schreiben und eine Präsentation erstellen sind nur einige Möglichkeiten, wie man das Gesamtpaket Goolge nutzen kann. Aja, und eine Suchmaschine ist es ja auch noch :-).

Dieser Kurs hat mir wirklich sehr viel Neues gezeigt. Ich dachte eigentlich immer, dass ich mich ganz gut mit dem Internet auskenne. Aber die Möglichkeiten die ich jetzt gelernt habe, haben mir die Weite des Webs wieder einmal vor Augen geführt. Aber gerade diese Weite ist es auch, die Probleme mit sich bringt. Man muss diese Dienste einfach einmal gezeigt bekommen, sonst wird man sie nicht für sich entdecken. Ich bin sehr froh diesen Schritt gemacht zu haben und diese neuen Dienste kennengelernt zu haben. Sie werden mich sicher im Laufe meiner Lehrerlaufbahn begleiten und mich manche Aufgaben leichter erledigen lassen.

Unterrichtsszenario mit Web 2.0

Nach doch längerer Abwesenheit von diesem Blog gibt es jetzt dafür gleich sehr sehr aufregende News. Als letzte Aufgabe im Kurs e Teaching Skills mussten wir in Gruppen ein Unterrichtsszenario mit Web 2.0 entwickeln. Meine Gruppe hat sich dabei für eine Online Lernplattform für den Geschichtsunterricht entschieden, umgesetzt mit Blogger. Die Lernplattform findet ihr hier: http://lernplattformgeschichte.blogspot.com/.
Schaut euch die Seite mal an und schreibt uns ein Feedback was ihr dazu sagt.